Turnierregeln

Jeder Spieler muss das 18. Lebensjahr vollendet haben. Wenn keine andere Spielform angegeben ist, wird Texas Hold’em No Limit gespielt. Das Buy-In pro Einzelturnierveranstaltung beträgt -je nach Angebot- €0,00/€7,50/€ 12,00/€ 15,00.

An den Tischen darf je nach Räumlichkeiten geraucht werden. Wir bitten Euch jedoch beim Rauchen darauf zu achten unsere Tische nicht zu beschädigen. Getränke auf den Tischen abzustellen ist untersagt!

Die Turniere werden im Freeze-Out Modus gespielt. Die Platzierung ergibt sich aus der Reihenfolge des Ausscheidens.

1. Zuweisung der Startplätze
Der Tisch wird durch Losentscheid beim Check-In zugewiesen. Der Sitzplatz wird durch Platzkarte vergeben.

2. Dealerposition
Die Position des Dealer-Buttons wird durch High-Card bestimmt.

3. Dealer Regeln
Wird eine Hole Card eines Spielers beim Austeilen durch den Dealer versehentlich aufgedeckt, so ist diese als gebrannte Karte für den Flop zu benutzen und allen Spielern offen anzuzeigen. Der Spieler erhält am Ende des Verteilens aller Karten eine Neue.
Dealer haben beim Austeilen von Flop, Turn und River jeweils eine Karte zu brennen. Sollte dieses versehentlich vergessen werden, wird die aktuelle Runde normal weitergespielt. Eine aufgedeckte Karte kann nicht mehr gebrannt werden.
Sollte der Dealer den Flop versehentlich aufdecken, bevor jeder Spieler seine Aktion durchgeführt hat, so sind die aufgedeckten Karten in das Deck zurück zu geben und zu mischen. Der Flop wird anschließend neu aufgedeckt. Bei der Turn- und River Karte wird analog vorgegangen.
Das Öffnen einer oder beider Hole-Cards während des Spiels ist verboten. Vorzeitiges Aufdecken gilt als gepasst.
Werden gepasste Karten versehentlich oder absichtlich gezeigt, hat jeder Spieler das Recht, diese Karten einzusehen. Während der laufenden Runde ist dieses aus Gründen der Fairness zu unterlassen.
Bei einem Showdown hat der Spieler als erster seine Karten aufzudecken, der als letzter einen Bet bzw. Raise angesetzt hat. Jeder weitere Spieler danach kann selbst entscheiden, ob er seine Karten aufdeckt oder sie verdeckt abgibt und somit die Runde „schenkt“.
Bei einer All-In-Situation müssen alle Hole-Cards aufgedeckt werden.

Ein Spieler der aufgrund eines Bet oder Raise einen oder mehrere SpielerInnen aus dem Pot drängt und die Runde somit für sich entscheidet, darf entscheiden ob er beide Karten, eine Karte oder keine Karten zeigt.
Zeigt ein Spieler freiwillig nach beendeter Runde einem anderen Spieler seine Karten, so hat er in diesem Fall allen SpielerInnen seine Karten zu zeigen (Show one show all).

4. Rundenbeginn
Eine Runde beginnt mit dem Austeilen der ersten Karte.

5. Limit-Steigerung
Die Blinds und Limits werden nach vorgegebenem Zeitplan gesteigert. Über weitere Erhöhungen und Zeitplanänderungen entscheidet die Turnierleitung. Wenn das Zeitlimit für eine Stufe abgelaufen ist und die neue Limitstufe angekündigt wurde, beginnt diese mit dem nächsten Spiel.

6. Abwesenheit
Bei Abwesenheit eines Spielers werden Blinds vom Dealer aus dem Stack eingezogen. An den Platz des abwesenden Spielers werden die regulären Hole Cards ausgegeben. Die Hand des abwesenden Spielers gilt als gepasst, wenn er/sie, um im Spiel zu bleiben, einen Einsatz hätte bringen müssen. Sie gilt als gecheckt, wenn er/sie, um im Spiel zu bleiben, hätte checken können. Ist der Spieler zum Turnierstart abwesend, wird nach 10 Minuten Wartezeit der Platz und Stack von der Turnierleitung eingezogen. Damit gehen alle Ansprüche auf eine weitere Teilnahme an diesem Turnier verloren.

7. Disqualifikation
Aufteilen von Chips, Absprachen unter Spielern oder Betrugsversuche führen zur sofortigen Disqualifikation der beteiligten Spieler.

8. Raise
Ein Raise ist ein Call plus mindestens den Big-Blind bzw. die vorherige Erhöhung. Ein Re-raise ist mindestens so hoch wie der vorhergegangene Raise. Einzige Ausnahme ist die All-In Situation. Bei einem Raise muss der volle Betrag gesetzt werden oder erst der volle Betrag angesagt werden und kann dann stückweise in den Pot gegeben werden; oder mündlich „raise“ angesagt werden, dann der Betrag zum Callen in den Pot gesetzt werden und danach -um den Zug zu komplettieren- der Betrag des Raises in einer Summe in den Pot gelegt werden.

9. Ausscheiden/Dead Button
Ein Spieler scheidet aus, sobald er keine Chips mehr hat.
Im Turnierspielt wird ein „toter Button“ verwendet. Dies kann zum Beispiel dann zum Tragen kommen, wenn ein bzw. mehrere Spieler ausscheiden, die danach auf der Buttonposition gewesen wären. In einem solchen Fall verbleibt der Button dann bei dem Spieler vor dem leeren Sitzplatz. Ggfs. kann dabei auch ein alleiniger Big-Blind zum Tragen kommen.

10. All-In
Es werden Side-Pots gespielt. Kommt es zum Showdown, müssen alle Spieler ihre Hole Cards aufdecken. All-In gilt automatisch, wenn der zu bringende Blind größer ist als der Stack.

11. Showdown
Alle Karten, die sich noch im Spiel befinden, werden geöffnet, wenn sich ein Spieler All-In befindet und keine weiteren Spielaktionen mehr möglich sind. Im Showdown muss der Spieler, der die letzte aktive Aktion gemacht hat auch als Erster seine Karten zeigen. Erfolgte kein Einsatz, muss der Spieler am Platz links vom Button seine Karten zuerst zeigen und dann immer so weiter im Uhrzeigersinn. In jeder Showdown-Situation haben alle involvierten SpielerInnen -die nicht ihre Karten mucken (wegwerfen)- beide Karten zu öffnen. Slowroll ist nicht zulässig!

12. Keine Beratung, keine Auskunft, one-player-to-a-hand
Spieler sind verpflichtet zu jedem Zeitpunkt auf alle anderen Spieler im Turnier Rücksicht zu nehmen. In diesem Zusammenhang ist es Spielern -egal ob sie in der Hand sind oder auch nicht- untersagt:

13. Blindstruktur des Top18-Modus 1.500 Chips
Die Turnierleitung behält sich vor, die Blindstruktur oder Blindzeiten während des Turniers evtl.
anzupassen. Chip-Race nach Stufe 5 (10'er & 50'er).

Runde Small Blind Big Blind Minuten
01 10 20 11 oder 12
02 20 40 11 oder 12
03 30 60 11 oder 12
04 40 80 11 oder 12
05 50 100 11 oder 12
06 100 200 11 oder 12
07 200 400 11 oder 12
08 300 600 11 oder 12
09 400 800 11 oder 12
10 500 1000 11 oder 12
11 1000 2000 11 oder 12
12 1500 3000 11 oder 12
13 2000 4000 11 oder 12
14 2500 5000 11 oder 12

14. Blindstruktur der TPP-Deepstack-Liga 15.000 Chips
Die Turnierleitung behält sich vor, die Blindstruktur oder Blindzeiten während des Turniers evtl.
anzupassen. Chip-Race nach Stufe 3 (50'er)/Stufe 6 (100'er).

Runde Small Blind Big Blind Minuten
01 50 100 20
02 100 200 20
03 150 300 20
04 200 400 20
05 300 600 20
06 400 800 20
07 500 1000 20
08 1000 2000 20
09 1500 3000 20
10 2000 4000 20
11 3000 6000 20
12 4000 8000 20
13 5000 10000 20
14 6000 12000 20
15 7000 14000 20
16 8000 16000 20
17 9000 18000 20
18 10000 20000 20

15. Chip-Race
Bedeutet: Bedeutet: Chips mit niedrigem Wert aus dem Spiel zu nehmen, da sie aufgrund der steigenden Blinds nicht mehr benötigt werden. Wird ein Chip-Race durchgeführt, werden alle Chips geringeren Wertes gegen Chips höheren Wertes eingetauscht. Wenn nicht alle Chips umgetauscht werden können, bekommt jeder Spieler für jeden Chip, der getauscht werden muss, eine Karte. Die höchste Karte gewinnt den jeweiligen Chip-Race. Der Chip-Race startet immer beim Spieler, der links vom Dealer-Button sitzt.

15.1 Chip-Race bei 1.500 Chips (Turbo)
Das Chip-Race wird in Stufe 5 durchgeführt. In Stufe 5 werden alle nicht tauschbaren 10'er und 50'er ausgespielt. Für jeden 10'er bzw. 50'er den ein Spieler vor sich liegen hat, erhält dieser eine Karte.

15.2 Chip-Race bei 20.000 Chips (Deepstack)
Das Chip-Race wird in den Stufen 3 und 6 durchgeführt. In Stufe 3 werden alle 50'er, in Stufe 6 alle 100'er ausgespielt.

15.3 Wertigkeiten nach Anzahl der ausgespielten Chips

bis zehn 10'er = ein 100'er Chip
über zehn 10'er = ein 500'er Chip
bis zwei 50'er = ein 100'er Chip
über zwei bis zehn 50'er = ein 500'er Chip
über zehn 50'er = ein 1.000'er Chip
bis zehn 100'er = ein 1.000'er Chip
elf bis fünfzehn 100'er = ein 1.000'er Chip & ein 500'er Chip
über fünfzehn 100'er = zwei 1.000'er Chips

16. Odd-Chips
Odd-Chips sind ungerade Chips. Bei Splitpots geht der ungerade also nicht zu teilende Chip immer zu der Hand, die sich auf der linken Seite des Dealer-Buttons befindet.

17. Balance der Tische
Sobald zwischen zwei Tischen ein Unterschied von zwei Spielern entstanden ist, muss ein Spieler des stärker besetzten Tisches an den schwächer besetzten Tisch wechseln.

Es wechselt der Spieler des stärker besetzten Tisches (bei mehreren gleich stark besetzten Tischen derjenige mit der höchsten Tischnummer) an den schwächer besetzten Tisch, der als übernächster den Big-Blind zu bringen hätte. Er wird rechts vom Dealer an den nächsten freien Platz gesetzt. Bei Small-Blind oder Big-Blind Position wird der neue Spieler bis zum Dealer-Button vom Spiel ausgelassen.

Sobald jeweils so viele Spieler ausgeschieden sind, wie bei Turnierbeginn an einem Tisch begonnen haben, wird der Tisch mit der jeweils niedrigsten Tischnummer aufgelöst, indem die Spieler durch Losentscheid den freien Plätzen der restlichen Tische zugeführt werden.

18. Auswechseln des Kartendecks
Das Auswechseln des Kartendecks wird nach den eigenen Hausregeln durchgeführt. Spieler können kein Auswechseln des Kartendecks verlangen.

19. Calling for a clock
Wenn eine akzeptable Zeit verstrichen ist und es wird nach einer clock (Uhr) verlangt, wird dem betreffenden Spieler maximal 30 Sekunden in Turbos und maximal 1 Minute Zeit beim Deepstack gegeben, um seine Entscheidung zu treffen. Ist nach dem Ablauf dieser Minute immer noch keine Entscheidung vom Spieler getroffen worden, erfolgt ein zehnsekündiger Countdown. Hat der Spieler dann immer noch nicht reagiert, wird seine Hand für tot erklärt. Die Blindzeit wird nicht angehalten.

20. Sichtbarkeit der Chips
Alle Chips müssen zu jedem Zeitpunkt zu sehen sein. Ein Spieler darf keine Chips vom Tisch entnehmen, diese so halten oder einstecken, dass sie nicht mehr sichtbar wären oder sie in einer sonstigen Art und Weise verbergen. Sollte ein Spieler dies dennoch tun, verfallen diese Chips und werden aus dem Spiel genommen. Jeder Spieler muss seine höherwertigen Chips zu jedem Zeitpunkt sichtbar platziert haben und darf diese nicht z.B. unter wenigerwertigen verdeckt halten, um andere Mitspieler zu täuschen. Der Spieler riskiert für ein solches Verhalten eine Verwarnung oder Disqualifikation.

21. Erklärungen eines Spielers/Mündliche Aussagen
Erklärungen eines Spielers, wie z.B. solche über Wertigkeiten seiner Hand, sind nicht bindend. Jedoch dürfen solche Erklärungen nicht für einen Missbrauch verwendet werden und wären in einem solchen Fall durch eine Verwarnung zu ahnden.

Mündliche Aussagen, die getroffen werden, während ein Spieler an der Reihe ist, sind bindend. Mündliche Aussagen, die getroffen werden, während der Spieler noch nicht an der Reihe ist, sind bindend auch wenn sich die Situation des Spiels dadurch verändert.

22. Unprotected Hands
Sollte ein Kartengeber versehentlich die ungeschützte Hand eines Spielers einziehen, so hat der betroffene Spieler keinen Anspruch auf Entschädigung und er erhält auch seinen Einsatz nicht zurück. Sollte der Spieler jedoch geraist haben und der Raise ist noch nicht gecallt worden, erhält er seinen Einsatz für diesen Raise zurück.

23. Oversized Chips
Ohne das ein Raise angesagt wurde, gilt ein oversized Chip, also ein Chip, der einen größeren Wert hat, als es für ein Call erforderlich wäre, nicht als Raise sondern als Call. Wenn ein Spieler einen oversized Chip in den Pot wirft und ein Raise ansagt, allerdings nicht die Höhe des Raise bekannt gibt, hat der Raise eine Höhe des erlaubten Maximums bis zum Wert des betreffenden Chips. Nach dem Flop wird ein Bet mittels eines oversized Chip ohne Ansage immer in der vollen Höhe seines Wertes gerechnet. Wenn ein Raise mittels eines oversized Chip durchgeführt wird, muss dieser immer angesagt worden sein, bevor der Chip die Oberfläche des Tisches berührt hat.

24. Moralisch vertretbares Spiel
Pokern ist ein individiuelles Spiel. Ein sogenanntes Soft-Play wird mit dem Einziehen von Chips oder mit Verwarnung geahndet (Soft-Play liegt z.B. vor, wenn ein Spieler absichtlich nicht spielt, um einem anderen Spieler einen Vorteil zu verschaffen). Offensichtliches Chipdumping, also das absichtliche Zuspielen von Chips zu einem anderen Spieler wird mit Disqualifikation geahndet.

25. Heads-Up
Bleiben zwei Spieler beim Heads-Up übrig, so hat der Dealer-Button den Small Blind und ist in erster Position und spricht somit zuerst.

Die erste Karte erhält der Big-Blind.

26. Entscheidungen
Kommt es im Turnier zu Situationen, die nicht in der Turnierordnung beschrieben sind, wird die Turnierleitung immer eine Entscheidung treffen, die durch den Grundsatz der Fairness geprägt ist. Diese Entscheidung ist endgültig.

27. Etikette/Tischsprache
Negativ auffallende Personen wie z.B. Streitsüchtige oder Betrunkene können vom Turnier ausgeschlossen werden. Wir haben Verständnis dafür, dass Adrenalin unterwegs ist und es manchmal ärgerlich sein kann mit den besseren Karten vom Tisch zu gehen. Trotzdem bitten wir jeden, auf seine Wortwahl zu achten.

Unsere Dealer und Floormen sind dazu angehalten darauf zu achten und wenn nötig Verwarnungen auszusprechen. Bei wiederholter Verwarnung schließen wir solche SpielerInnen vom Turnier aus.

Die Tischsprache ist Deutsch.

Jede Zuwiderhandlung gegen diese Turnierregeln kann mit Ausscheiden vom Turnier geahndet werden. Bei Ausschluss vom Turnier erfolgt keine Rückzahlung des geleisteten Buy-In (Unkostenbeitrag).

28. Verwarnungen und Strafen
Die Floormen können nach Rücksprache mit ihren Dealern Verwarnungen und Strafen aussprechen. Wir versuchen jede Situation fair, diplomatisch und gerecht zu lösen. Darum geben wir Euch hierzu eine Richtung vor.

Wer nach zwei Verwarnungen ein weiteres Mal auffällig wird, erhält eine Zeitstrafe von 15 Minuten. Der betroffene Spieler muss dann für diesen Zeitraum den Tisch verlassen und darf nicht am Spiel teilnehmen. Sein Stack wird geblindet und seine Karten gefoldet. Nach 15 Minuten darf der Spieler wieder am Spiel teilnehmen. Bei einem weiteren Verstoß wird der Spieler dann disqualifiziert.

Ist das Vergehen des Spielers so schwerwiegend (z.B. Androhung bzw. Anwendung von Gewalt, üble Beschimpfung oder Betrug), kann auch gleich eine Disqualifikation ausgesprochen werden.